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Förderung und Preise

Gutes Fundament: Kulturförderung auf hohem Niveau

Zwei junge Musiker beim Konzert Jugend musiziert © Steffen Giersch

Der Freistaat Sachsen und insbesondere das sächsische Kunstministerium tragen für eine Vielzahl von kulturellen Einrichtungen und Projekten die Verantwortung. Nach dem Subsidiaritätsprinzip (danach soll eine staatliche Aufgabe soweit wie möglich von der unteren Ebene bzw. kleineren Einheit wahrgenommen werden) übernehmen zunächst die Kommunen, dann die Kulturräume, die Kulturstiftung Sachsen und das Kunstministerium ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche. Die klar strukturierte Förderpolitik unterscheidet zwischen Landesförderung durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst – also die Förderung der Landeseinrichtungen und allgemeine Kunst- und Kulturförderung –, Kulturraumförderung, kommunaler Kulturförderung und schließlich Förderung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unmittelbar zugeordnet sind die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), die Sächsische Staatsoper Dresden mit der Sächsischen Staatskapelle, das Staatsschauspiel Dresden, das Landesamt für Archäologie Sachsen mit dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac), die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) mit Sitz in Leipzig. Daneben ist der Freistaat Sachsen Alleingesellschafter der Landesbühnen Sachsen GmbH, der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, der Augustusburg/Scharfenstein/Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH, der Festung Königstein gGmbH und der Meissen Porzellan-Stiftung GmbH.

Sachsen ist das Bundesland mit den höchsten Pro-Kopf-Kulturausgaben im Vergleich der Flächenländer. Das stellt der 8. Kulturfinanzbericht 2016 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder fest. Für die Kultur werden im Haushalt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst 2017 213,4 Millionen Euro bzw. 2018 216,2 Millionen Euro bereitgestellt. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden die Mittel damit um etwa 13 Millionen Euro erhöht. Neben der Finanzierung der großen Kulturstaatsbetriebe wie die SKD, das Landesamt für Archäologie Sachsen mit dem smac Chemnitz und die im Staatsbetrieb Sächsische Staatstheater zusammengefassten Bühnen der Staatsoper und des Staatsschauspiels Dresden beteiligt sich das Kunstministerium bzw. der Freistaat finanziell an weiteren Einrichtungen bzw. Stiftungen.

Dazu zählen die Kulturstiftung  des Freistaates Sachsen, der Sächsische Kultursenat, die Stiftung für das Sorbische Volk, die Stiftung Sächsische Gedenkstätten, die Stiftung Bach-Archiv Leipzig, die Mendelssohn-Stiftung, das Sächsische Industriemuseum, die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, das Schlesische Museum zu Görlitz, das Deutsche Hygiene-Museum Dresden  oder die Sächsische Akademie der Künste. Außerdem werden vom Kunstministerium Projekte der darstellenden Kunst- und Musikpflege, der bildenden Kunst, von nichtstaatlichen Museen, des Films, der Literatur sowie der Soziokultur und spartenübergreifende Kunstformen gefördert. In anderen Bereichen, zum Beispiel Bau, Kultur- und Kreativwirtschaft oder Integration, wird die Kultur in Sachsen durch weitere Ministerin unterstützt.

Das zeitgenössische Kunst- und Kulturschaffen, wird in allen Sparten der allgemeinen Kunst- und Kulturförderung einschließlich der Soziokultur durch den Freistaat Sachsen gefördert: bildende und darstellende Kunst, Literatur, kulturelle Filmförderung oder auch spartenübergreifende Kunstformen. Schwerpunkt der Förderung liegt auf in Sachsen ansässigen Künstlerinnen und Künstlern sowie deren Kunstprojekte in der zeitgenössischen Kunst.

Das Kunstministerium zeichnet herausragende Leistungen und hoffnungsvolle Talente mit Preisen  aus.

Der Zustand einer Gesellschaft bemisst sich nicht zuletzt daran, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht. Zu den nationalen Minderheiten in Deutschland gehören auch die etwa 60.000 Sorben  in Deutschland, deren Rechte in der Verfassung von Brandenburg und Sachsen verankert und besonders geschützt sind. Einen wertvollen Beitrag bei der Bewahrung, Entwicklung, Förderung und Verbreitung der sorbischen Sprache, Kultur und Traditionen leistet die Stiftung für das sorbische Volk. Die dauerhafte Unterstützung der Stiftung ist dem Freistaat Sachsen ein wichtiges Anliegen, denn nur mit dieser finanziellen Unterstützung wird es möglich sein, diese Aufgaben weiterhin gut erfüllen zu können. Im Dritten Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk zwischen dem Bund, dem Freistaat Sachsen und dem Land Brandenburg werden 9,3 Millionen Euro vom Bund, 6,2 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen und 3,1 Millionen Euro von Brandenburg getragen. Auf dieser Grundlage erhält die Stiftung eine jährliche Gesamtförderung in Höhe von 18,6 Millionen Euro.

Neben der staatlichen und kommunalen Trägerschaft und Förderung von Kultur sind das bürgerschaftliche Engagement und das Ehrenamt ein wichtiges Element. Es reicht von der musisch-künstlerischen Tätigkeit in der Freizeit, der Mitgliedschaft in Fördervereinen, der ehrenamtlichen Betreuung und den Freiwilligendienst über Schenkungen und Zustiftungen von Kulturgut aus Privatbesitz in die Obhut der Museen bis hin zu klassischem Mäzenatentum und privatem Kultursponsoring. Ohne private Stiftungen, ohne den persönlichen Einsatz der vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen wäre die Kulturlandschaft im Freistaat Sachsen um einiges ärmer und in manchen Bereichen gar nicht lebensfähig. Auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften stellen ein wichtiges Bindeglied in der sächsischen Kulturpflege dar.

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