Hauptinhalt

Preise & Wettbewerbe

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert Wettbewerbe, Theater-, Tanz- und Musiktage, Aufführungen und Gastspiele, Dokumentationen und Publikationen sowie Maßnahmen der kulturellen Bildung. Förderungswürdig sind insbesondere Vorhaben mit landesweiter, überregionaler und internationaler Wirksamkeit.

Ein weiteres Element, um zeitgenössische Kunst und Kultur zu fördern, ist die Verleihung von Preisen durch das Kulturministerium. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen und hoffnungsvolle Talente, zum Beispiel in den Bereichen Film oder Literatur.

Seit 2007 verleiht das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus alle zwei Jahre den Sächsischen Museumspreis und zeichnet mit ihm die herausragende Arbeit der nichtstaatlichen Museen bei der Sammlung, Pflege, Bewahrung und Vermittlung des musealen kultur- und naturgeschichtlichen Erbes des Freistaates Sachsen aus. Der Museumspreis wird für beispielhafte Leistungen in der Museumsarbeit und der Profilierung der Sächsischen Museumslandschaft verliehen. Mit dem Museumspreis wird zugleich der unverzichtbare Beitrag, den die Museen zum kulturellen Leben in den Regionen leisten, gewürdigt. Der Sächsische Museumspreis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Es werden ein Hauptpreis, in Höhe von 20.000 Euro, und zwei Spezialpreise, in Höhe von jeweils 5.000 Euro, vergeben. Um den Preis können sich nichtstaatliche Museen im Freistaat Sachsen als Einzelinstitutionen oder als Zusammenschluss bewerben.

Der Hauptpreis ging im Jahr 2019 an das Museum Naturalienkabinett Waldenburg, die Spezialpreise an das Städtische Museum Zittau für die hervorragende Restaurierung, Erforschung und Ausstellung der Zittauer Epitaphiensammlung und an das Deutsche Damast- und Frottiermuseum Großschönau für die innovative Vermittlung des technischen Erbes mit der Gesellschaft vor Ort.

Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre die Vielfalt der sächsischen Museumslandschaft kaum denkbar. Die Mehrzahl der Museen wäre in der Vergangenheit nicht gegründet worden, wäre heute nicht zu unterhalten und in der künftigen Existenz nicht gesichert ohne ehrenamtliche Tätigkeit. Zugleich ermöglicht das Ehrenamt, sich aktiv und selbstbestimmt in das gesellschaftliche Leben einzubringen.
Die verdienstvolle Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer wird mit der Auszeichnung für das  »Ehrenamt im Museum« gewürdigt. Sie wird im zweijährigen Wechsel mit dem 2007 erstmals verliehenen Sächsischen Museumspreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus an maximal 25 Personen vergeben.

In Andenken an Gotthold Ephraim Lessing verleiht das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus den Lessingpreis des Freistaates Sachsen. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis, der alle zwei Jahre im Rahmen der Kamenzer Lessingtage verliehen wird, würdigt herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters. Vielversprechende Begabungen in diesen Bereichen werden durch die Vergabe von bis zu drei Förderpreisen öffentlich anerkannt. Das Kuratorium teilt die Förderpreise, insgesamt mit 15.000 Euro dotiert, auf die Preisträger nach seinem Willen auf.
Mit dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2019  wurde Marcel Beyer geehrt. Die beiden Förderpreise gingen an Anja Kampmann und Bettina Wilpert.

Seit 2012 vergibt der Sächsische Literaturrat mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus Literaturpreis einen für Nachwuchsautoren im Freistaat Sachsen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Ausgezeichnet wird damit das Werk (Lyrik, Prosa, Drama, Hörspiel oder Filmmanuskript) eines jüngeren Autors, der persönlich mit Sachsen eng verbunden ist. Der Preisträger wird von einer Jury aus namhaften Persönlichkeiten aus der Literaturszene bestimmt. Mit dem Sächsischen Literaturpreis 2020 wurde die in Leipzig lebende Autorin Daniela Krien geehrt.

Jedes Jahr wird auf der Leipziger Buchmesse der »Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung« vom Freistaat Sachsen zusammen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. und der Stadt Leipzig vergeben.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus lobt seit 2013 gemeinsam mit der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e.V. (VSW) und der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung alle zwei Jahre den Sächsischen Industriekulturpreis aus. Der Preis würdigt die für sächsische Industriekultur tätigen Akteure und soll Ansporn sein, den industriekulturellen Reichtum Sachsens zu erhalten, zu pflegen und zu vermitteln. Ausgezeichnet werden sollen beispielhafte, von der Wirtschaft ausgehende Initiativen, die einen nachhaltigen Effekt für Menschen und Region erzielen. Der Sächsische Industriekulturpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Sächsische Industriekulturpreis 2017  wurde am 19. April 2018 an den Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf Sachsen GmbH verliehen.

Im Oktober 2013 wurde erstmals der Sächsische Bibliothekspreis verliehen. Der Preis, der jährlich verliehen wird, prämiert herausragende und nutzerorientierte Bibliotheksarbeit sowie erfolgreiche Konzepte zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels. Der Preis ist seit dem Jahr 2017 mit 10.000 Euro dotiert. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus hat am 24. Oktober 2020 zum achten Mal den Sächsischen Bibliothekspreis verliehen. Er ging an die Stadtbibliothek in Ebersbach-Neugersdorf im Landkreis Görlitz.

Im Rahmen des Filmfestes Dresden mit Animations- und Kurzfilmbeiträgen aus aller Welt wird der Förderpreis für talentierte Nachwuchsfilmemacher verliehen. Der mit 20.000 Euro am höchsten dotierte Preis des Filmfestes zeichnet unter den Teilnehmern des nationalen Wettbewerbs einen Film von besonderem künstlerischen Rang aus. Mit dem Geld stellt der Preisträger einen neuen Animations- und Kurzfilm her. Beim 33. Filmfest Dresden am 17. Juli 2021 wurde der vom Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus gestiftete Filmförderpreis an die Regisseure Hannah Stragholz und Simon Steinhorst für den Animationsfilm »DOOM CRUISE« überreicht.

Jährlich vergibt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus im Rahmen des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum »Schlingel« den inzwischen mit 12.500 Euro dotierten Europäischen Kinderfilmpreis. Mit diesem Preis wird ein, von einer international besetzten Kinderjury ausgewählter, anspruchsvoller, pädagogisch und kulturell wertvoller Kinderfilm prämiert.

Beim 14. Neiße Filmfestival im Mai 2017 wurde erstmal ein mit 5.000 Euro dotierter Preis für die beste Regisseurin oder den besten Regisseur in der Kategorie Spielfilm verliehen. Mit dem Preisgeld soll ein Beitrag geleistet werden, um Raum und Freiheit für weitere künstlerische Projekte zu ermöglichen. Mit dem neu gestiftetem Preis wird aber auch die Qualität des Neiße-Filmfestivals selbst gewürdigt.

Mit dem Zejler-Preis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sollen herausragende Verdienste um den Erwerb, den Gebrauch und die Vermittlung der sorbischen Sprache, insbesondere des Obersorbischen, gewürdigt werden. Der Preis trägt den Namen des Dichters, Publizisten und Theologen Handrij Zejler (1804-1872), der als Begründer der modernen sorbischen Literatur gilt und mit seinem Werk bis heute einen positiven Einfluss auf die sorbische Sprache ausübt. Der Zejler-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird nicht öffentlich ausgeschrieben. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Die Vorschläge von geeigneten Personen oder Personengruppen erfolgen durch die Mitglieder einer Jury. Das Vorschlagsrecht steht nur den Mitgliedern der Jury zu.

Liste der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger:

  • 2020 Christina Meschgang
  • 2018 Juliana Kaulfürst und Dieter Reddo
  • 2016 Dr. Irene Šěrak
  • 2014 Gerat Wornar

Erstmals wurde im Jahr 2015 der mit 10.000 Euro dotierte »URSULA-CAIN-PREIS. DER SÄCHSISCHE TANZPREIS« verliehen. Der auf Anregung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus entwickelte Preis zeichnet sächsische Künstler aus, die Grenzen überschreiten, klassisch und modern verbinden, alt und jung begeistern und das Tanzland Sachsen prägen. Er wird gefördert von der Sparkassen-Versicherung Sachsen und ausgerichtet vom LOFFT – DAS THEATER. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Sächsischen Tanzpreise 2019 gingen an Sebastian Weber Dance Company und Wagner Moreira.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus hat im Jahr 2016 erstmals in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und der Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung den Sächsischen Förderpreis für Kunst und Demografie KunstZeitAlter ausgeschrieben. Der Preis widmet sich einem Teilaspekt des demografischen Wandels – dem Alter(n). Der alle zwei Jahre vergebene Preis fördert die Umsetzung von Konzepten, die sich künstlerisch mit den Auswirkungen des zunehmenden Alterns in der Gesellschaft auseinandersetzen und dabei auf eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger setzen. Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Förderpreises im Jahr 2018  ist das soziokulturelle Zentrum Geyserhaus aus Leipzig, welches sich mit der Projektskizze „GenerARTion. FamilienKunstSommer2“ beworben hatte.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus lobte in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. im Jahr 2019 zum zweiten Mal nach 2017 den Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ aus. Prämiert werden mit diesem Preis beispielhafte Projekte oder das dauerhafte Engagement eines Trägers der kulturellen Bildung im Rahmen der Demokratieförderung. Die Preisverleihung 2019 fand im Rahmen des 12. Fokus-Festival im August 2019 in Görlitz statt.

Besondere Verlagsleistungen im Freistaat werden mit dem Sächsischen Verlagspreis ausgezeichnet. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr loben in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. den Verlagspreis als Ehrung für besondere verlegerische Leistungen aus. Im Jahr 2020 wurde der mit 10.000 Euro dotierte Verlagspreis zum dritten Mal vergeben und ging an Mark Lehmstedt aus Leipzig mit seinem Lehmstedt Verlag.

zurück zum Seitenanfang