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Preise & Wettbewerbe

Kunstministerin Dr. Stange mit den Preisträgern
Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, (rechts) übergab am 1. Oktober 2018 im Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda an 26 Bürgerinnen und Bürger die Auszeichnung »Ehrenamt im Museumswesen«.  © SMWK / Kahrig

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert Wettbewerbe, Theater-, Tanz- und Musiktage, Aufführungen und Gastspiele, Dokumentationen und Publikationen sowie Maßnahmen der kulturellen Bildung. Förderungswürdig sind insbesondere Vorhaben mit landesweiter, überregionaler und internationaler Wirksamkeit.

Ein weiteres Element, um zeitgenössische Kunst und Kultur zu fördern, ist die Verleihung von Preisen durch das Kunstministerium. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen und hoffnungsvolle Talente, zum Beispiel in den Bereichen Film oder Literatur.

Seit 2007 verleiht das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst alle zwei Jahre den Sächsischen Museumspreis und zeichnet mit ihm die herausragende Arbeit der nichtstaatlichen Museen bei der Sammlung, Pflege, Bewahrung und Vermittlung des musealen kultur- und naturgeschichtlichen Erbes des Freistaates Sachsen aus. Der Museumspreis wird für beispielhafte Leistungen in der Museumsarbeit und der Profilierung der Sächsischen Museumslandschaft verliehen. Mit dem Museumspreis wird zugleich der unverzichtbare Beitrag, den die Museen zum kulturellen Leben in den Regionen leisten, gewürdigt. Der Sächsische Museumspreis ist mit insgesamt 30.000 EUR dotiert. Es werden ein Hauptpreis, in Höhe von 20.000 Euro, und zwei Spezialpreise, in Höhe von jeweils 5.000 Euro, vergeben. Um den Preis können sich nichtstaatliche Museen im Freistaat Sachsen als Einzelinstitutionen oder als Zusammenschluss bewerben. Für den Museumspresi 2019 ist die Bewerbungsfrist am 29.6. abgelaufen.

Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre die Vielfalt der sächsischen Museumslandschaft kaum denkbar. Die Mehrzahl der Museen wäre in der Vergangenheit nicht gegründet worden, wäre heute nicht zu unterhalten und in der künftigen Existenz nicht gesichert ohne ehrenamtliche Tätigkeit. Zugleich ermöglicht das Ehrenamt, sich aktiv und selbstbestimmt in das gesellschaftliche Leben einzubringen.
Die verdienstvolle Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer wird mit der Auszeichnung für das  »Ehrenamt im Museum« gewürdigt. Sie wird im zweijährigen Wechsel mit dem 2007 erstmals verliehenen Sächsischen Museumspreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst an max. 25 Personen vergeben. Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange zeichnete am 1. Oktober 2018 verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens aus.

In Andenken an Gotthold Ephraim Lessing verleiht das SMWK den Lessingpreis des Freistaates Sachsen. Der mit 13.000 Euro dotierte Preis, der alle zwei Jahre im Rahmen der Kamenzer Lessingtage verliehen wird, würdigt herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters. Vielversprechende Begabungen in diesen Bereichen werden durch die Vergabe zweier Förderpreise öffentlich anerkannt. Die Förderpreise sind mit je 5.500 Euro dotiert. Mit dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2019  wurde Marcel Beyer geehrt. Die beiden Förderpreise gingen an Anja Kampmann und Bettina Wilpert.

Das SMWK vergibt seit 2006 einen Literaturpreis für Nachwuchsautoren. Der mit 5.500 Euro dotierte Preis wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Sächsischen Literaturtage verliehen. Ausgezeichnet wird damit das Werk (Lyrik, Prosa, Drama, Hörspiel oder Filmmanuskript) eines jüngeren Autors, der persönlich mit Sachsen eng verbunden ist. Der Preisträger wird von einer Jury aus namhaften Persönlichkeiten aus der Literaturszene bestimmt. Mit dem Sächsischen Literaturpreis 2018  wurde die auf Deutsch und Sorbisch schreibende Autorin und Übersetzerin Róža Domašcyna geehrt.

Jedes Jahr wird auf der Leipziger Buchmesse der »Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung« vom Freistaat Sachsen zusammen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. und der Stadt Leipzig vergeben.

Sachsens Kunstministerium lobt seit 2013 gemeinsam mit der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e.V. (VSW) und der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung alle zwei Jahre den Sächsischen Industriekulturpreis aus. Der Preis würdigt die für sächsische Industriekultur tätigen Akteure und soll Ansporn sein, den industriekulturellen Reichtum Sachsens zu erhalten, zu pflegen und zu vermitteln. Ausgezeichnet werden sollen beispielhafte, von der Wirtschaft ausgehende Initiativen, die einen nachhaltigen Effekt für Menschen und Region erzielen. Der Sächsische Industriekulturpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Sächsische Industriekulturpreis 2017  wurde am 19. April 2018 an den Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf Sachsen GmbH verliehen.

Im Oktober 2013 wurde erstmals der Sächsische Bibliothekspreis verliehen. Der Preis, der jährlich verliehen wird, prämiert herausragende und nutzerorientierte Bibliotheksarbeit sowie erfolgreiche Konzepte zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels. Der Preis ist seit dem Jahr 2017 mit 10.000 Euro dotiert. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird am 24. Oktober 2019 zum siebten Mal den Sächsischen Bibliothekspreis verleihen. Er geht in diesem Jahr an die Bibliotheken in Neukieritzsch und Deutzen im Landkreis Leipzig unter der Trägerschaft des Vereins Pro Regio e.V. Deutzen.

Im Rahmen des Filmfestes Dresden mit Animations- und Kurzfilmbeiträgen aus aller Welt wird der Förderpreis für talentierte Nachwuchsfilmemacher verliehen. Der mit 20.000 Euro am höchsten dotierte Preis des Filmfestes zeichnet unter den Teilnehmern des nationalen Wettbewerbs einen Film von besonderem künstlerischen Rang aus. Mit dem Geld stellt der Preisträger einen neuen Animations- und Kurzfilm her. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hat am 21. April 2018 beim 30. Filmfest Dresden den vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gestifteten Filmförderpreis  an den Regisseur Robert Löbel für den Animationsfilm „LINK“ überreicht.

Jährlich vergibt das Sächsische Kunstministerium im Rahmen des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum »Schlingel« den inzwischen mit 12.500 Euro dotierten Europäischen Kinderfilmpreis. Mit diesem Preis wird ein, von einer international besetzten Kinderjury ausgewählter, anspruchsvoller, pädagogisch und kulturell wertvoller Kinderfilm prämiert.

Erstmals wurde beim 14. Neiße Filmfestival im Mai 2017  ein mit 5.000 Euro dotierter Preis der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst für die beste Regisseurin oder den besten Regisseur in der Kategorie Spielfilm verliehen. Mit dem Preisgeld soll ein Beitrag geleistet werden, um Raum und Freiheit für weitere künstlerische Projekte zu ermöglichen. Mit dem neu gestiftetem Preis wird aber auch die Qualität des Neiße-Filmfestivals selbst gewürdigt.

Erstmalig wurde im Jahr 2014 der mit 5.000 Euro dotierte Zejler-Preis durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst an Gerat Wornar verliehen. Mit diesem Preis sollen herausragende Verdienste um den Erwerb, den Gebrauch und die Vermittlung der sorbischen Sprache, insbesondere des Obersorbischen, gewürdigt werden. Der Preis trägt den Namen des Dichters, Publizisten und Theologen Handrij Zejler (1804-1872), der als Begründer der modernen sorbischen Literatur gilt und mit seinem Werk bis heute einen positiven Einfluss auf die sorbische Sprache ausübt. Der Zejler-Preis wird nicht öffentlich ausgeschrieben. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Die Vorschläge von geeigneten Personen oder Personengruppen erfolgen durch die Mitglieder einer Jury. Das Vorschlagsrecht steht nur den Mitgliedern der Jury zu.

Im Jahr 2018 wurden Juliana Kaulfürst und Dieter Reddo  mit dem Preis für sorbische Sprache, dem Zejler-Preis, geehrt. Die siebenköpfige Jury hatte die beiden Preisträger für ihren herausragenden Beitrag zur Revitalisierung des Schleifer Sorbisch empfohlen.

Erstmals wurde im Jahr 2015 der mit 10.000 Euro dotierte »URSULA-CAIN-PREIS. DER SÄCHSISCHE TANZPREIS« verliehen. Der auf Anregung des Kunstministeriums entwickelte Preis zeichnet sächsische Künstler aus, die Grenzen überschreiten, klassisch und modern verbinden, alt und jung begeistern und das Tanzland Sachsen prägen. Er wird gefördert von der Sparkassen-Versicherung Sachsen und ausgerichtet vom LOFFT – DAS THEATER. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Sächsische Tanzpreis 2017  geht an das Ballett der Theater Chemnitz für die Produktion „Gesichter der Großstadt“. Der Ursula-Cain-Förderpreis geht an the guts company aus Dresden für „Das Eigene/ Heimat“
Der Preis wurde am 28. September 2017 in der Semperoper Dresden verliehen.

Das Sächsische Kunstministerium hat im Jahr 2016 erstmals in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und der Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung den Sächsischen Förderpreis für Kunst und Demografie KunstZeitAlter ausgeschrieben. Der Preis widmet sich einem Teilaspekt des demografischen Wandels – dem Alter(n). Der alle zwei Jahre vergebene Preis fördert die Umsetzung von Konzepten, die sich künstlerisch mit den Auswirkungen des zunehmenden Alterns in der Gesellschaft auseinandersetzen und dabei auf eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger setzen. Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Förderpreises im Jahr 2018   ist das soziokulturelle Zentrum Geyserhaus aus Leipzig geworden, welches sich mit der Projektskizze „GenerARTion. FamilienKunstSommer2“ beworben hatte.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst lobt in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. zum zweiten Mal nach 2017 den Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ aus. Prämiert werden mit diesem Preis beispielhafte Projekte oder das dauerhafte Engagement eines Trägers der kulturellen Bildung im Rahmen der Demokratieförderung.  Informationen und Tipps zur Ausschreibung gibt es unter: https://soziokultur-sachsen.de/preis-kulturelle-bildung
Die Preisverleihung fand im Rahmen des 12. Fokus Festival im August 2019 in Görlitz statt.

 

Besondere Verlagsleistungen im Freistaat werden mit dem Sächsischen Verlagspreis  ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Sächsische Verlagspreis, der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben wird, geht an die Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke in Leipzig.  Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hatten in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. den Verlagspreis als Ehrung für besondere verlegerische Leistungen ausgelobt.

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