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Immaterielles Kulturerbe

Bergaufzug zur öffentlichen Mettenschicht am Andreas Gegentrum Stolln
Bergaufzug zur öffentlichen Mettenschicht am Andreas Gegentrum Stolln.  © Sächsischer Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V

Das immaterielle Kulturerbe repräsentiert eine lebendige Alltagskultur, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturheilkunde und Handwerkstechniken zählen dazu – Wissen und Können, das Menschen ein Gefühl von Zugehörigkeit und Identität vermittelt.

Immaterielles Kulturerbe weltweit

Die UNESCO unterstützt den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt gelebter Kultur seit 2003. Der zwischenstaatliche Ausschuss der Organsiation nimmt dafür jährlich nationale Vorschläge in ihrem internationalen UNESCO-Listen auf. Neben einer repräsentativen Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit werden bedrohte Kulturformen sowie »Gute Praxis-Beispiele« zur Erhaltung immateriellen Kulturerbes verzeichnet.

Als erster deutscher Beitrag wurde im Jahr 2016 die Idee der Genossenschaft in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der länderübergreifende Antrag wurde in Rheinland-Pfalz und Sachsen erarbeitet.

Den Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland  hat der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe am 7.12.2017 in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

2020 wurde die Erhaltungsform des Bauhüttenwesens in das Internationale Register Guter Praxis-Beispiele aufgenommen. Dazu gehört beispielsweise die Zwingerbauhütte, die sich um die Restaurierung und Instandhaltung des Dresdner Zwingers kümmert.

Immaterielles Kulturerbe in Deutschland

Im bundesweiten Verzeichnis befinden sich derzeit 113 Kulturformen und 13 Erhaltungsprogramme (Gute Praxis-Beispiele). Es soll immer weiter wachsen und langfristig die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen. Das Verzeichnis wird in einem mehrstufigen Verfahren von der Deutschen UNESCO-Kommission und verschiedenen deutschen staatlichen Akteuren erstellt. Es ist also kein UNESCO-Verzeichnis.

Sachsen ist mit folgenden Einträgen in das bundesweite Verzeichnis vertreten:

Mehr Informationen zum bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes, zu Aufnahmekriterien und Bewerbung finden sich auf den folgenden Seiten der UNESCO-Kommission:

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