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Künstlerische Ausbildung

Die Großen von Morgen: Hochschulen mit internationalem Renommee

Blick in die Palucca Hochschule für Tanz Dresden
Blick in die Palucca Hochschule für Tanz Dresden  © Stephan Floss

Die künstlerische Bildung ist in Sachsen in vielen Bereichen einzigartig: Mit fünf namhaften Kunsthochschulen werden junge Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ausgebildet.

Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden  bietet aufbauend auf einer über 85-jährigen Tradition eine interdisziplinäre Tanzausbildung auf höchstem Niveau. an. Der Leitgedanke der Hochschule ist kreatives Lernen zu ermöglichen, in der alle Studierenden, ganz gleich, ob in der Ausbildung zum Tänzer oder zur Tänzerin, zum Tanzpädagogen oder zur Choreografin, ermutigt werden, ihre eigene künstlerische Sprache zu finden, zu lernen und zu wachsen.

Mit ihrer über 250-jährigen Geschichte gehört die Hochschule für Bildende Künste Dresden  zu den ältesten Ausbildungsstätten für Bildende Kunst in Europa. 1764 wurde sie als »Haupt-Kunst-Akademie« gegründet; seit 1680 existierte als Vorläufereinrichtung eine »Zeichen- und Malerschule«. Für das Studium steht eine Vielzahl künstlerisch-praktischer Werkstätten zur Verfügung, darunter die »Grafischen Werkstätten«, die »Bildhauerwerkstätten«, ein »offenes Medienlabor« und das »Videostudio«. Zusätzlich befinden sich in den einzelnen Studiengängen weitere fachspezifische Einrichtungen.

An der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, einer der ältesten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland, studieren mehr als 600 Studierende aus aller Welt. Mit den Angeboten in der Hochschule und im angegliederten Landesgymnasium verfügt die Dresdner Musikhochschule über eines der innovativsten Ausbildungskonzepte deutschlandweit. Mit einem neuen Konzertsaal, dem Kleinen Saal sowie zahlreichen externen Veranstaltungsorten ist die Hochschule der größte regionale Konzertveranstalter. Über 400 Veranstaltungen finden jährlich statt – vom Kinderkonzert bis zur Oper, vom Workshop bis zu Meisterklassen, vom Wettbewerb bis zum Jazzkonzert.

Höchstes internationales Niveau auch in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«. Am 2. April 1843 wurde auf Betreiben des damaligen Gewandhauskapellmeisters Mendelssohn Bartholdy und weiterer kunstsinniger Bürger das Leipziger Conservatorium der Musik eröffnet und damit die erste höhere Bildungsanstalt für Musiker im Gebiet des heutigen Deutschlands. Die Hochschule zählt mit 700 Events zu den Ausbildungsstätten mit den meisten Veranstaltungen jährlich. Sinfoniekonzerte, Opernaufführungen, Orgelkonzerte, Jazzveranstaltungen, Theaterinszenierungen oder Wettbewerbe sind feste Größen im Leipziger Kulturleben.

Als Zeichnungs-, Mahlerey- und Architectur-Akademie gemeinsam mit der Dresdener Akademie und einer Zeichenschule an der Porzellan-Manufaktur Meissen vom sächsischen Kurfürsten Friedrich Christian gegründet, zählt die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zu den ältesten europäischen Kunsthochschulen. Dem Anspruch von Innovation und Tradition wird die Hochschule mit ihren sehr gut ausgestatteten Werkstätten für Holzschnitt, Künstlerischen Offsetdruck, Lithografie, Radierung und Siebdruck sowie für Buchdruck, Bucheinband und Handsatz sowie dem Audiovisuellen Labor und dem 3-D-Labor gerecht. Im Institut für Buchkunst der Hochschule entstehen aufwendige und außergewöhnliche Publikationen, die regelmäßig in nationalen und internationalen Wettbewerben mit Auszeichnungen bedacht werden.

Das Deutsche Literaturinstitut Leipzig (DLL) an der Universität Leipzig bietet hervorragende Universitätsausbildung für Schriftsteller im deutschen Sprachraum. Zu den Studierenden des Leipziger Literaturinstitutes, die sich später als Schriftsteller einen Namen machten, gehören unter anderen: Ralph Giordano, Kerstin Hensel, Sarah Kirsch, Rainer Kirsch, Angela Krauß, Erich Loest, Dieter Mucke, Andreas Reimann, Gerti Tetzner, Fred Wander und weitere, schon erwähnte Künstler der »Sächsischen Dichterschule«.

Als Hochschule der Angewandten Wissenschaften setzt die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  eine lange Tradition in der Ausbildung von Bibliothekaren, Buchhändlern und Museologen in Leipzig fort. Die Hochschule positioniert sich herausragend mit ihren seltenen Studiengängen rund um das Buch. Studenten der Westsächsischen Hochschule Zwickau  können an der Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg  Holzgestaltung, Modedesign und Textilkunst/Textildesign studieren und angehende Musikinstrumentenbauer  erlernen ihr Handwerk in Markneukirchen. An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden  wird der Studiengang Produktgestaltung angeboten. Zum vielfältigen Angebot der staatlichen Hochschulen in Sachsen kommen weitere in privater oder kirchlicher Trägerschaft wie die Hochschule für Kirchenmusik  der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden.


 

 

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