Kulturkonferenz am 11. März 2026 in Großenhain
Unter dem Titel »Zukunft Kulturland Sachsen 2030« hat Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch am 11. März 2026 zur Kulturkonferenz nach Großenhain eingeladen. Dort ging es um Perspektiven, wie Sachsens einzigartige Kulturlandschaft, insbesondere angesichts der rasanten Veränderungen, des demografischen Wandels und herausfordernder finanzieller Rahmenbedingungen erhalten und weiterentwickelt werden kann.
Die Konferenz bildete einen zentralen Baustein im gleichnamigen Strategieprozess des sächsischen Kulturministeriums zu zielgerichteten Überlegungen über die künftige Ausrichtung der Kulturlandschaft in Sachsen, vor allem zur gemeinsamen Kulturförderung durch den Freistaat und die kommunale Ebene. Der Prozess umfasst auch die Novellierung des Sächsischen Kulturraumgesetzes (SächsKRG).
Input vom Podium
Den Auftakt bildete am Vormittag ein Gespräch mit Vertretern des Beirats zum Strategieprozess, die einen Einblick in ihre Arbeit als beratendes Gremium gaben.
Im Anschluss teilten Hans-Georg Wegner, Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, und Sabine Stenzel, Managementdirektorin der Stiftung Stadtmuseum Berlin, ihre Erfahrungen, wie sie mit den aktuellen Herausforderungen und gesellschaftlichen Veränderungen in ihren jeweiligen Institutionen umgehen.
Als Beispiel für eine gelungen Kooperation zwischen zwei sehr unterschiedlichen Einrichtungen waren schließlich Jaqueline Seidel, Projektkoordination »Museum unterwegs« bei der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum, und Kerstin Noack, Leiterin Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, zu Gast. Sie gaben einen Einblick in das Outreach-Projekt »Museum unterwegs in Hoyerswerda«, bei dem die beiden Häuser unter dem Motto Kultur »außer Haus« im ländlichen Raum zusammengearbeitet haben.
Intensiver Austausch in vier Fachworkshops
In vier parallelen Fachworkshops haben über 160 Vertretern der sächsischen Kulturlandschaft am Nachmittag über drängende aktuelle Themen intensiv diskutiert. Dazu gehörten gemeinsame Leitlinien und Werte der Kulturarbeit, die Definition von regionaler Bedeutsamkeit, der Rahmen für die institutionelle Förderung sowie die Bedeutung von Kooperationen. Dabei brachten die Teilnehmenden ihre Expertise und ihre Perspektiven ein und entwickelten auch konkrete Empfehlungen.
»Sachsen verfügt über eine überdurchschnittlich reiche und vielfältige Kulturlandschaft, auf die wir stolz sind. Das verdanken wir der engagierten Arbeit der vielen Kulturschaffenden genauso wie unserem bundesweit einzigartigen Kulturraumgesetz. Um diese Vitalität auch unter veränderten finanziellen und demografischen Vorzeichen bis 2030 und darüber hinaus zu sichern, müssen wir heute die richtigen Weichen stellen. In Großenhain haben wir zusammen mit Vertretern der sächsischen Kulturlandschaft Überlegungen entwickelt, was wir gemeinsam tun können und müssen, um Sachsens kulturelles Erbe mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen zu bewahren und krisenfest auszurüsten. Dabei haben wir auch herausgearbeitet, welche Verantwortung bei uns als Landesregierung liegt und wobei die Kulturinstitutionen und die kommunale Ebene mit ihren Beiträgen unverzichtbar sind. Die Ergebnisse aller vier Workshops zeichnen ein klares Bild der Wünsche und Herausforderungen der sächsischen Kulturlandschaft. Sie fließen in die Ausarbeitung des kulturpolitischen Leitbilds und die Anpassung der Förderstrukturen des Freistaats Sachsen ein und bilden eine wertvolle Grundlage für die weiteren Schritte im Strategieprozess«, betont Kulturministerin Barbara Klepsch nach der Konferenz.
Ergebnisse Workshops:
- Workshop 1 Herausforderungen begegnen, Kultur zukunftssicher gestalten – Leitlinien und Werte der Kulturarbeit in Sachsen
- Workshop 2 Wirksam vor Ort und in der Region – Wann sind Kultureinrichtungen regional bedeutsam?
- Workshop 3 Fördern mit System – Kriterien für die landesweite institutionelle Förderung im Freistaat Sachsen
- Workshop 4 Gemeinsam stärker – Zusammenarbeit und Kooperationen in der Kultur in Sachsen