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Forschung in Museen

Neben dem Sammeln, Bewahren, Vermitteln und Bilden ist Forschen eine Säule der Museumstätigkeit. Museen sind nicht nur Zentren geisteswissenschaftlicher Kompetenz, sondern auch Foren des Austausches zwischen Geistes- und Naturwissenschaften.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zählen seit Jahrzehnten zu den Institutionen, an denen intensiv geforscht wird und für die der internationale Wissenschaftsaustausch eine große Rolle spielt. Im Jahr 2008 begannen die SKD mit dem Projekt Projekt Daphne, ein Recherche-, Erfassungs- und Inventurprojekt für die rund 1,2 Millionen Objekte im SKD-Bestand. Es erlaubt erstmals die systematische Provenienzrecherche sämtlicher Zugänge seit 1933. Der Freistaat hat für Daphne von 2008 bis 2016 20 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Die SKD sind wie auch das Deutsche Hygiene-Museum Dresden, die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und das Militärhistorische Museum neben den Forschungseinrichtungen Partner des Netzwerkes Dresden-concept (Dresden Research and Education Synergies for the Development of Excellence and Novelty) der TU Dresden.

Auf eine ebenfalls jahrzehntelange interdisziplinäre Forschungs- und Vermittlungsarbeit blickt das Landesamt für Archäologie Sachsen  mit dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz  zurück. Beiden kommt die Aufgabe zu, die vor- und frühgeschichtliche Archäologie in Sachsen auf der Grundlage national und international kooperierender Forschungsprojekte zu erforschen und die Ergebnisse im Rahmen wissenschaftlicher Ausstellungen, Publikationsprogrammen, Fachtagungen und Workshops zu vermitteln.

16 Fraunhofer-Institute, die SKD und die SLUB kooperieren seit 2015 bei verschiedenen Forschungsprojekten zum Erhalt und zur Restaurierung von wertvollem sächsischem Kulturgut. Die Fraunhofer-Gesellschaft  betreibt seit über 25 Jahren Forschung zum Erhalt des Kulturerbes. 2008 begründete sie zusammen mit der Leibniz-Gemeinschaft und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine »Forschungsallianz Kulturerbe«. Von Beginn an bestand auch eine enge Zusammenarbeit mit den SKD und der SLUB unter anderem bei Rekonstruktionsarbeiten im Grünen Gewölbe oder der Restaurierung und Konservierung von historischem Schriftgut.
 

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