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Tanz

Foto: Tänzergruppe.
Aufführung von DEREVO im Festspielhaus Hellerau in Dresden.  © Karla Reinartz

Sachsen ist nicht nur die Wiege des modernen Ausdruckstanzes, sondern hat auch heute eine vielfältige und lebendige Tanzszene, die sich immer besser vernetzt und auch größer wird.

Über ein reiches Repertoire an klassischem Ballett verfügt das Ballett der Semperoper  Dresden – ein Ensemble, das auf eine Geschichte bis ins Jahr 1825 zurückblicken kann, als Carl Maria von Weber die Einrichtung eines festen Ballettensembles am Dresdner Hoftheater durchsetzte. Die Tanz- und Ballettarbeit des Hauses umfasst heute auch faszinierende Choreographien z.B. von Mats Ek, David Dawson und William Forsythe und bewegt sich kontinuierlich auf die Spitze der großen internationalen Ballettensembles zu. Auch an vielen anderen Spielstätten wird im Freistaat der Bühnentanz ausgesprochen kreativ und vital gelebt – beispielsweise am Theater Chemnitz, an der Leipziger Oper, der Dresdner Staatsoperette  und den Landesbühnen  Sachsen  in Radebeul.

Eine besondere Rolle spielt die Tanzpädagogik in Sachsen. Am Rand von Dresden, in Hellerau, entwickelte sich um 1900 ein Zentrum für modernen Tanz, das weltweit Berühmtheit erlangte. Emile Jaques-Dalcroze unterrichtete hier Tänzerinnen und Tänzer in rhythmischer Gymnastik. Nicht einstudierte Tänze, sondern Improvisation und körperliche Beherrschung, standen im Zentrum. Jaques-Dalcroze bildete in Hellerau Tänzer aus, die weltbekannt wurden. Nach seiner Flucht während des Ersten Weltkrieges entwickelten seine Schüler wie beispielsweise Mary Wigman oder deren Schülerin Gret Palucca seine Tanztheorien und -methoden weiter. Gret Palucca war es auch, die 1925 in die Palucca-Schule gründete. Auch heute ist die Palucca Hochschule für Tanz Dresden  eine weltweit einzigartige Institution für die Ausbildung von jungen Tänzern. Zeitgenössischer und Klassischer Tanz sowie Improvisation werden zu gleichen Anteilen unterrichtet.

Der Ausdruckstanz hat in Sachsen nach wie vor sein zu Hause: Das Europäische Zentrum der Künste in Hellerau  ist eine feste Größe der internationalen Tanzwelt. Internationale Tanzensembles gastieren regelmäßig im Freistaat, beispielsweise das Tanztheater Derevo  oder Heike Hennig & Co. Auch freie Tanzprojekte wie im Societaetstheater Dresden  oder im  Kellertheater der Oper Leipzig  setzen die sächsische Tanztradition fort. In Leipzig gibt es außerdem mit dem Internationalen Choreografischen Zentrum  auch ein freies Aus- und Weiterbildungszentrum sowie ein Tanzarchiv, das Vorträge, Tagungen und ein Festival organisiert. Bekannt ist die Internationale Tanzwoche Dresden, die aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Tanztheater und Performance präsentiert

Erstmals wurde im Jahr 2015 der mit 10.000 Euro dotierte »URSULA-CAIN-PREIS. DER SÄCHSISCHE TANZPREIS« verliehen. Der Preis zeichnet alle zwei Jahre sächsische Künstler aus, die Grenzen überschreiten, klassisch und modern verbinden, Alt und Jung begeistern und das Tanzland Sachsen prägen. Die Namensgeberin Ursula Cain (1927–2011) wurde an der Mary-Wigman-Schule und der Tanz-Akademie des Konservatoriums als Tänzerin und Pädagogin ausgebildet.


 

 

Über ein reiches Repertoire an klassischem Ballet verfügt das Ballett der Semperoper in Dresden - ein Ensemble, das auf eine Geschichte bis ins Jahr 1825 zurückblicken kann, als Carl Maria von Weber die Eirichtung eines festen Ballettensembles am Dresdner Hoftheater durchsetzte. Die Tanz- und Balletarbeit des Hauses umfasst jedoch auch faszinierende Choreographien z.B. von Mat Ek, David Dawson und William Forsythe und bewegt sich kontinuierlich auf die Spitze der großen internationalen Ballettensembles zu.

Auch an zahlreichen anderen Spielstätten wird im Freistaat der Bühnentanz ausgesprochen kreativ und vital gelebt. Erwähnt seien hier beispielsweise das Theater Chemnitz, die Leipziger Oper, die Dresdner Staatsoperette und die Landesbühnen in Radebeul.

Eine besondere Rolle spielt die Tanzpädagogik in Sachsen. Am Rand von Dresden, in Hellerau, entwickelte sich um 1900 ein Zentrum für modernen Tanz, das weltweit Berühmtheit erlangte. Emile Jaques-Dalcroze unterrichtete im Festspielhaus zahlreiche Tänzer in rhythmischer Gymnastik, einer künstlerischen Verbindung von Musik und Bewegung. Anders als beim klassischen Ballett standen bei ihm nicht einstudierte Tänze, sondern vielmehr Improvisation und körperliche Beherrschung im Zentrum.

Jaques-Dalcroze bildete in Hellerau zahlreiche, heute weltbekannte Tänzer aus. Nach seiner Flucht während des Ersten Weltkrieges entwickelten seine Schüler wie beispielsweise Mary Wigman oder deren Schülerin Gret Palucca seine Tanztheorien und -methoden weiter. Gret Palucca war es auch, die 1925 in Dresden die noch Palucca-Schule gründete. Auch heute noch ist die Palucca-Schule eine weltweit einzigartige Institution, die die Ausbildung von jungen Tänzern, bei Wunsch bis zum Hochschulstudium, ermöglicht. Ihr Schwerpunkt liegt auf der geistig-künstlerischen Erziehung.

Foto einer Tanzdarbietung.
Forsythe Theatrical Arsenal 1, Hellerau  © Dominik Mentzos

Auch heute hat der Ausdruckstanz in Sachsen seine festen Wurzeln. Das Europäische Zentrum der Künste in Hellerau ist inzwischen eine feste Größe der internationalen Tanzwelt. Internationale Tanzensembles gastieren regelmäßig im Freistaat, beispielsweise das Tanztheater Derevo oder Heike Hennig & Co. Auch freie Tanzprojekte wie beispielsweise im Societaetstheater Dresden oder im Kellertheater der Oper Leipzig setzen die sächsische Tanztradition fort. In Leipzig gibt es außerdem mit dem Internationalen Choreografischen Zentrum (ICZ) auch ein freies Aus- und Weiterbildungszentrum sowie ein Tanzarchiv, das Vorträge, Tagungen und ein Festival organisiert.

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