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England in der Oberlausitz

England in der Oberlausitz

Obwohl er seine Lucie innig liebte, ließ er sich scheiden. Jedenfalls zum Schein, denn Hermann Fürst von Pückler-Muskau brauchte dringend Geld, um seinen Traum von einer englischen Gartenanlage zu finanzieren. Also reiste er nach England, um im Land des wohlhabenden Adels nach Gattin Nummer zwei zu suchen. Doch der Plan ging schief, es wollte sich keine Dame auf ihn einlassen. Kein Wunder, sein Ruf als Paradiesvogel und Mitgiftjäger eilte Pückler meilenweit voraus.

Der Daheimgebliebenen berichtete er in allen Einzelheiten von seinen Abenteuern. Die umtriebige Lucie überzeugte einen Verleger, die Reisenotizen und Briefe als Buch herauszugeben. Es wurde ein Bestseller, und die beiden kamen doch noch an das nötige Kapital. Ein Happy End, das wir heute noch erleben dürfen: Der etwa 598 Hektar große Pückler-Park in Bad Muskau ist seit Juli 2004 polnisch-deutsches UNESCO-Welterbe.

© Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)