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Landesliste des immateriellen Kulturerbes

Die Tradition und Aufführungspraxis geistlicher Musik durch sächsische Knabenchöre und der traditionelle Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung - hier im Foto zu sehen - sind zwei Bewerbungen aus Sachsen, die in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden.

Die Tradition und Aufführungspraxis geistlicher Musik durch sächsische Knabenchöre und der traditionelle Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung - hier im Foto zu sehen - sind zwei Bewerbungen aus Sachsen, die in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden.
(© Stadtverwaltung Markneukirchen)

Die Idee der Genossenschaft wird immaterielles UNESCO-Kulturerbe der Welt. Der zwischenstaatliche Ausschuss der UNESCO zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes hat am 30.11.2016 die Aufnahme der Genossenschaftsidee in die „Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes“ beschlossen. 2015 hatte Deutschland unter dem Titel „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ seine erste Nominierung für die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingereicht. Der länderübergreifende Antrag wurde in Rheinland-Pfalz und Sachsen erarbeitet.


Deutschland hat insgesamt 27 Traditionen und Wissensformen in sein bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen und damit das entsprechende UNESCO-Übereinkommen erfüllt. Die Kultusministerkonferenz hatte am 11. Dezember 2014 die Empfehlungen einer unabhängigen Expertenkomitees bestätigt. Außerdem nominierten die Experten aus den 27 Kulturformen die Genossenschaftsidee mit sächsischer Beteiligung für die internationale „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes“. Seine erste Nominierung hat Deutschland im März 2015 bei der UNESCO eingereicht.

Sachsen ist mit folgenden Einträgen in das bundesweite Verzeichnis vertreten:

  • Genossenschaftsidee (Rheinland-Pfalz, Sachsen, länderübergreifend)
  • Chormusik in deutschen Amateurchören (Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen, länderübergreifend)
  • Gesellschaftliche Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben im Jahreslauf (Sachsen, Brandenburg, länderübergreifend)
  • Köhlerhandwerk und Teerschwelerei (Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, länderübergreifend)
  • Vogtländischer Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung (Sachsen)
  • Sächsische Knabenchöre (Sachsen)
  • Bergparaden und Bergaufzüge in Sachsen


Das immaterielle Kulturerbe repräsentiert eine lebendige Alltagskultur, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturheilkunde und Handwerkstechniken zählen dazu – Wissen und Können, das Menschen ein Gefühl von Zugehörigkeit und Identität vermittelt.

Deutschland ist seit dem 10. Juli 2013 153. Vertragsstaat des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes.